Ein achtsames Leben hilft Ihnen dabei, sowohl Stress vorzubeugen und abzubauen als auch gelassener zu werden
Bestimmt sind Sie auch schon mal über den Begriff der Achtsamkeit gestolpert beziehungsweise haben die englische Bezeichnung mindfulness gehört. In unserer heutigen Zeit verstehen wir unter Achtsamkeit eine Geisteshaltung, in der wir vollständig im Hier und Jetzt sind und dabei sowohl unseren Körper, unsere Gedanken, unsere Gefühle und Emotionen als auch unsere Umwelt aufmerksam betrachten und beobachten, jedoch ohne etwas zu verändern oder zu bewerten. Getreu dem Motto: Es ist, wie es ist.
Diese Geisteshaltung der Achtsamkeit ist seit einigen Jahren in aller Munde. Allerdings ist sie keineswegs neu, sondern war schon vor 2000 Jahren bekannt. Der Begriff stammt aus dem Buddhismus und das Konzept der Achtsamkeit geht auf Buddha selbst zurück. Deswegen ist es auch kein Wunder, dass dieses Wissen viele Jahrhunderte lang nur buddhistischen Mönchen vorbehalten war. Erst mit dem vietnamesischen, buddhistischen Mönch Thich Nhat Hanh kam die Achtsamkeit auch in den Westen. Denn er schaffte es, mittels Bücher und Vorträgen einen Bezug zwischen der jahrhundertealten buddhistischen Lehre und unserem westlich-geprägten Alltag herzustellen, der viele ansprach. Allerdings wurde das Thema Achtsamkeit weiterhin stark mit einem religiösen, buddhistischen Glauben in Verbindung gebracht.
Das änderte sich erst mit dem MBSR-Programm (mindfulness based stress reduction) des Molekularbiologen Jon Kabat-Zinn. Dieser konzipierte aus den ursprünglichen buddhistischen Lehren alltagstaugliche Übungen, die letztendlich der Achtsamkeit im Westen zur Popularität verholfen haben.
Nun handelt es sich bei der Achtsamkeit jedoch weder um eine spezielle Technik noch braucht es besondere Übungen – bis auf Meditationen. Denn mit Meditationen können wir unseren unruhigen Geist zur Ruhe und ihn wieder zurück ins Hier und Jetzt bringen.
Doch warum ist unser Geist so unruhig? Das ist ein besonderes Phänomen unserer heutigen, schnelllebigen Zeit: Wir werden von ständigem Termindruck gebeutelt und müssen massenweise ToDos am Tag bearbeiten. Dagegen sind entspannende Phasen, in denen wir ausruhen können, äußerst rar gesät. Dazu kommen diverse Sorgen und Ängste. Das alles führt dazu, dass in der westlichen Welt wir Erwachsene uns zu fast 47 Prozent unserer Zeit nicht darüber bewusst sind, was wir gerade tun. Weil wir mit unseren Gedanken nicht bei der Sache sind, sondern entweder in der Vergangenheit oder der Zukunft. Dabei durchleben wir vergangene Situationen wieder und wieder (und machen sie meist schlimmer als sie tatsächlich waren) oder wir stellen uns zukünftige Situationen vor – und malen sie uns oftmals in den pessimistischsten Farben aus.
Das wird auch gerne als „Katastrophisieren“ bezeichnet und ist der Hauptgrund, warum wir Stress empfinden: Weil wir unsere Gedanken und Gefühle aus früheren Geschehnissen oder unsere schlimmen Vorstellungen von der Zukunft auf eine Situation in der Gegenwart projizieren, obwohl weder die vergangene noch die zukünftige Situation etwas mit der Gegenwärtigen zu tun hat.
Und genau hier setzt nun die Achtsamkeit an. Denn ein achtsames Leben zu führen bedeutet, jede Situation, in die man hineingerät, so anzunehmen, wie sie ist, sie nicht bewertet und erst recht nicht ins Katastrophisieren kommt. Dabei sind Meditationen sehr hilfreich, weil Sie die Grundlage eines ruhigen Geistes sind. Außerdem ist es auch erwiesen, dass diejenigen, die regelmäßig meditieren, gelassener an herausfordernde Situationen herangehen und insgesamt ruhiger sind, wenn unerwartete Geschehnisse eintreten.
Deswegen werden sowohl in den MBSR-Kursen als auch in Achtsamkeitsseminaren den Teilnehmern diverse Meditationstechniken nahegebracht.
Und auch wir handhaben das in unseren Bildungsurlauben so. Allerdings gehen wir noch einen Schritt weiter – schließlich besteht die Lehre der Achtsamkeit nicht aus speziellen Übungen. Ganz im Gegenteil können alltägliche Handgriffe und Routinetätigkeiten, über die wir meist gar nicht mehr nachdenken, geschweige denn, dass wir uns vollständig auf dieses Tun konzentrieren, in Achtsamkeits“übungen“ umgewandelt werden. Auch das bringen wir in unseren Seminaren unseren Teilnehmern näher.
Zusätzlich dazu gibt es noch unseren Newsletter. Diesen versenden wir alle zwei Woche und in jedem findet sich eine Achtsamkeits“übung“, die Sie einfach und unkompliziert in Ihren Alltag einbauen können. Diese „Übung“ können Sie sich übrigens auch gerne runterladen und/oder ausdrucken.
Zurzeit beschäftigen wir uns bei diesen Achtsamkeits“übungen“ noch mit der Sitzmeditation – weil Meditationen, wie bereits geschrieben, die Grundlage eines ruhigen Geistes sind. Allerdings werden wir uns in einigen Wochen anderen Meditationsarten zuwenden, wie beispielsweise der Gehmeditation. Denn es ist tatsächlich nicht immer nötig, bei einer Meditation zu sitzen! Des Weiteren werden wir im nächsten Jahr damit beginnen, aus alltäglichen Tätigkeiten, wie beispielsweise dem Zähneputzen oder dem Staubsaugen, Achtsamkeits“übungen“ zu machen.
Sollten Sie also Interesse daran haben, ein achtsameres und damit stressfreieres Leben zu führen, melden Sie sich gerne für unseren Newsletter an (selbstverständlich können Sie sich jederzeit wieder abmelden): https://www.biek-ausbildung.de/newsletter-achtsamkeit-fuer-jeden-tag/
Auf der Seite finden Sie übrigens auch Beispiele der ersten Achtsamkeits“übungen“, die Sie sich in Ruhe anschauen, runterladen und/oder auch ausdrucken können.
Das Bergsträßer Institut für ganzheitliche Entspannung und Kommunikation (B.I.E.K.) ist ein zertifiziertes Ausbildungsinstitut im Bereich der Entspannungstechniken, Stress Prophylaxe und des Betrieblichen Gesundheitswesens. Leiterin ist Silvia Duske (Dipl. soz.Arb., Management Coach und Heilpraktikerin für Psychotherapie). Das Institut ist bekannt geworden durch die sehr praxisnahen Ausbildungsgänge für Entspannungstherapeuten. Es bietet ein umfangreiches Programm von Ausbildungen für Selbständige im Bereich der Prävention sowie für Mitarbeiter von Unternehmen, öffentlichen Institutionen und Verwaltungen im Bereich der Stressprävention. Das Unternehmen wurde im Juli 2015 nach ISO 9001 und AZAV zertifiziert.
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