Freitag, Februar 13, 2026

Historischer Explorationsstau wertet Kupfer bereits im Boden auf

Bergbauunternehmen haben die Kupferexploration lange vernachlässigt und erweitern ihre Portfolios bis heute bevorzugt über Zukäufe. Doch die Notwendigkeit verändert die Strategie: Die Preise für Kupferprojekte in der Explorationsphase steigen, wie jüngste Deals zeigen.

Der Metallexplorer Visionary Copper and Gold Mines (ISIN: CA9279521012, WKN: A41FV3) exploriert das kupferreiche Projekt Pine Bay im kanadischen Manitoba bereits seit 2014, damals noch unter dem Namen Callinex. Damals stand der letzte Metallzyklus kurz vor seinem Tiefpunkt, das Potenzial des Projekts lag noch weitgehend im Dunkeln.

Heute herrscht mehr Klarheit über das, was dort innerhalb des Flin-Flon-Snow-Lake-Grünsteingürtels unter der Erde liegt. Die vorliegende Mineralressourcenschätzung geht für die Lagerstätten Pine Bay und Rainbow von einer angezeigten Ressource von 3,44 Mio. t mit 3,59 % CuEq und einer abgeleiteten Ressource von 2,28 Mio. t mit 2,80 % CuEq aus.

Und noch etwas ist anders: Der Metallmarkt boomt vom Spotmarkt bis zur frühen Exploration. Vor allem die Kombination aus Gold und Kupfer gilt in der Explorationsbranche derzeit als besonders aussichtsreich, wird den beiden Metallen doch eine starke künftige Nachfrage prophezeit.

Visionary Copper and Gold Mines setzt selbst auf diese Ausrichtung des Portfolios und treibt Pine Bay deshalb voran. In einem Brief an die Aktionäre betonte CEO Max Porterfield, dass neben der Ressourcenschätzung auch Umweltstudien und Ingenieurarbeiten vorliegen. Der Explorer erwartet 2026 die Genehmigung für eine fortgeschrittene Exploration für Pine Bay.

Parallel wird mit Pt. Leamington ein weiteres Projekt in Zentral-Neufundland exploriert; hier startete Anfang Februar ein auf 3.000 Meter angesetztes Bohrprogramm.

Gold-Kupfer-Kombination unter Explorern gefragt

Kupfer gewinnt in Explorationsportfolios nach einer langen Phase des Rückgangs wieder an Gewicht, weil das Metall über Jahrzehnte knapp sein wird – davon jedenfalls gehen die meisten Prognosen aus. Neben der steigenden Nachfrage ist mangelhafte Exploration über die vergangenen Jahrzehnte hinweg der Hauptgrund für die drohende Unterversorgung des Marktes.

Daten von S&P Global zufolge wurden zwischen 1990 und 2024 weltweit 258 Kupferlagerstätten identifiziert. Diese enthalten 1,365 Milliarden Tonnen Kupfer in Reserven und Ressourcen sowie aus früherer Produktion. Für das Jahr 2025 registrierte S&P Global lediglich einen Nettozuwachs von 19 Lagerstätten, die das Volumen des entdeckten Kupfers um 4 % bzw. 49 Millionen Tonnen erhöhten.

Und selbst diese Funde sind nicht wirklich neu. Dieser Anstieg ist größtenteils auf das Wachstum der Ressourcen und Reserven von Projekten in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien zurückzuführen – also solchen, die sich in der Vorstudie, der Scoping-Studie oder der Machbarkeitsstudie befinden, sagt S&P Global-Analystin Eillen Grace de la Cruz.

Kupferlagerstätten werden seltener und teurer

Kupferlagerstätten werden nicht nur immer seltener entdeckt, ihre Entwicklung bis hin zur Mine wird auch immer teurer. S&P Global schätzt die gewichtete durchschnittliche Kapitalintensität für 26 geplante Kupferprojekte, deren Inbetriebnahme bis 2030 vorgesehen ist, auf 22.359 USD pro Tonne jährlich produziertem Kupfer.

Dies bedeutet einen deutlichen Anstieg der erforderlichen Vorabinvestitionen für die Inbetriebnahme neuer Produktionsstätten und deutet auf zukünftig höhere Kupferpreise hin, schreiben die Analysten Dyan Sy, Althea Keziah Liwanag und Naditha Marie Manubag in einem Bericht. Die Entwicklungsinvestitionen für diese Projektpipeline liegen zwischen 172 Millionen und 9,14 Mrd. USD und stellen damit einen deutlichen Anstieg gegenüber unserer vorherigen Studie dar, in der die Investitionskosten zwischen 53 Mio. und 5,45 Mrd. USD lagen.

Unternehmen setzen deshalb auf Zukäufe, um ihre Kupferportfolios auszubauen. Ein prominentes Beispiel dafür sind die jüngst gescheiterten Fusionsverhandlungen zwischen Rio Tinto und Glencore, bei denen Kupfer aus strategischer Sicht klar im Vordergrund stand.

Von 2015 bis 2024 stockten die zehn führenden Kupferproduzenten S&P Global zufolge ihre Kupferreserven um 130,9 Millionen Tonnen auf, was 134 % ihrer Produktion in diesem Zeitraum entsprach.

Dies geschah jedoch im Wesentlichen über Zukäufe: Nur fünf der zehn größten Produzenten verzeichneten zwischen 2010 und 2024 bedeutende Funde mit insgesamt 7 Mio. Tonnen Kupfer. Dafür investierte die Gruppe 14,43 Mrd. USD in den Erwerb neuer Reserven zu durchschnittlichen Kosten von 33 Cent/lb und erzielte 9,16 Mrd. USD durch den Verkauf von 15 Mio. Tonnen zu 28 Cent/lb.

Käufer zahlen höhere Preise für Kupferprojekte

Jüngste Transaktionen sprechen dafür, dass der Preis für akquirierte Kupferreserven und -ressourcen höher liegt als im Zeitraum 2014-2024. Eldorado Gold etwa einigte sich Anfang Februar mit Foran Mining auf eine Übernahme, für die es 2,79 Mrd. USD auf den Tisch legte und mit der ein gut aufgestellter Kupfer-Gold-Produzent entstehen soll.

Im Fokus von Eldorado stehen die Kupferreserven und -ressourcen von Foran Mining – und hier insbesondere McIlvenna Bay in Saskatchewan in Kanada, das bis Mitte 2026 die kommerzielle Produktion aufnehmen soll. Eldorado zahlte rechnerisch etwa 0,60 USD pro lb Kupferäquivalent, das in den Projekten von Foran laut Reserven- und Ressourcenschätzungen enthalten ist – und damit etwa doppelt so viel wie im Bericht von S&P Global für den Zeitraum bis 2024 ermittelt.

Auch das Interesse an Explorationsprojekten in deutlich früheren Phasen – und die dafür aufgerufenen Preise – legen augenscheinlich zu. Japans staatlicher Energiekonzern Jogmec gab unlängst eine Kooperation mit dem kanadischen Bergbauunternehmen Hudbay Minerals und dem japanischen Handelsunternehmen bekannt.

Die Unternehmen planen, gemeinsam ein Explorationsprojekt für Nichteisenmetalle in Manitoba voranzubringen. 4,3 Mio. USD stellt Jogmec bis 2028 für Explorationsaktivitäten zur Verfügung. Nach Abschluss der Finanzierungszahlung hat Jogmec die Option, eine 10-%ige Beteiligung an dem Abbaugebiet zu erwerben und ein Joint Venture mit Hudbay und Marubeni zu gründen. Marubeni investiert den doppelten Betrag für eine Beteiligung von 20 %. Die Vereinbarung konzentriert sich auf drei Kupfer-Gold-Projekte in der Region Flin Flon: Cuprus-White Lake, Westarm und North Star. Es handelt sich um Explorationsprojekte im Frühstadium.

Porterfield: Günstiges Marktumfeld bleibt erhalten

Visionary Copper and Gold Mines CEO Max Porterfield ist im Hinblick auf das eigene Portfolio optimistisch gestimmt. Die bereits deutliche Goldpreisentwicklung wird weiterhin primär durch Käufe der Zentralbanken und die Angst vor Inflation und globalen geopolitischen Konflikten getrieben. Gleichzeitig wird die anhaltend starke Kupfernachfrage durch die Bevorratung weiter verstärkt, während sinkende Erzgehalte weltweit in Verbindung mit anhaltenden Produktionsproblemen für einen sehr angespannten Markt sorgen werden, verwies unlängst auf das günstige Marktumfeld.

Das an der Börse mit gut 11 Mio. EUR bewertete Unternehmen könnte in diesem Marktumfeld von Katalysatoren profitieren. Die Erteilung der Genehmigung für die fortgeschrittene Exploration in Manitoba könnte dazu ebenso zählen wie Ergebnisse aus dem jüngst begonnenen Bohrprogramm bei Pt. Leamington in Zentral-Neufundland.

Weitere Informationen zu Visionary Copper & Gold finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:
www.miningscout.de/minenaktien/visionary-copper-gold-mines/

Unternehmen: Visionary Copper & Gold
TSXV: VCG
ISIN: CA9279521012
WKN: A41FV3
Webseite: visionarycoppergold.com/

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