Freitag, Februar 6, 2026

Schweinemäster aus dem Kreis Steinfurt vor Gericht – Hauptverhandlung wegen Tierschutzverstößen

Am 9. Februar 2026 verhandelt das Amtsgericht Rheine gegen einen Schweinemäster aus Emsdetten. Grundlage sind Bildaufnahmen, die massive Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zeigen.

BildGegen einen Schweinemäster aus dem Kreis Steinfurt (NRW), dessen Betrieb in Emsdetten liegt und der in der Vergangenheit an den Fleischkonzern Westfleisch geliefert hat, findet am Montag, den 9. Februar 2026, um 9:00 Uhr eine öffentliche Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Rheine, Saal 9, statt. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 5 Ds 354/25 geführt.
Gegenstand der Verhandlung sind Vorwürfe der unsachgemäßen Behandlung von Schweinen und damit verbundene Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Das Strafverfahren ist die unmittelbare Folge einer Strafanzeige, die die Tierrechtsorganisation ANINOVA bei der Staatsanwaltschaft Münster erstattet hat.

ANINOVA hatte im Frühjahr 2025 umfangreiches Bild- und Videomaterial aus dem Schweinemastbetrieb in Emsdetten veröffentlicht, das der Organisation zugespielt worden war. Die Aufnahmen zeigten unter anderem schwer verletzte und kranke Schweine, Tiere mit offenen, teils entzündeten Wunden, massive Lahmheiten sowie apathisch wirkende Tiere, bei denen eine zeitnahe Versorgung offensichtlich unterblieb. Aus Sicht von ANINOVA belegten die Bilder gravierende Verstöße gegen die gesetzlichen Mindestanforderungen des Tierschutzes.

Nach der Veröffentlichung des Materials kam es zu amtlichen Kontrollen sowie zur Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen. Darüber hinaus hatte der Fall auch Konsequenzen innerhalb von Qualitätssicherungssystemen: Der Betrieb wurde vom QS-System gesperrt, zudem wurde ein Sanktionsverfahren eingeleitet. Auch auf wirtschaftlicher Ebene hatte die Aufdeckung Folgen – mehrere Abnehmer beendeten infolge der bekannt gewordenen Zustände die Zusammenarbeit mit dem Landwirt.
„Wir begrüßen ausdrücklich, dass es nun zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt“, erklärt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. „Die veröffentlichten Aufnahmen haben deutlich gezeigt, wie Schweine in diesem Betrieb gehalten und behandelt wurden. Wir hoffen, dass das Gericht die Vorwürfe umfassend aufklärt und eine entsprechend deutliche Strafe verhängt.“

Der Fall verdeutlicht aus Sicht von ANINOVA erneut die grundlegenden Probleme der Tierhaltung. „Solange Tiere systematisch ausgebeutet und wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden, wird es immer wieder zu solchen Fällen kommen“, so Peifer. ANINOVA appelliert daher erneut an die Menschen, sich für einen veganen Lebensstil zu entscheiden, um Tierleid nachhaltig zu beenden.

Hinweis an die Redaktionen:
Nach Abschluss der Verhandlung kann ein Statement von ANINOVA per E-Mail eingeholt werden. Bitte beachten Sie, dass kein Vertreter der Organisation vor Ort anwesend sein wird, aber ein Prozessbeobachter.

Weitere Informationen hier.

Bildmaterial kann angefordert werden

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
Deutschland

fon ..: 02241-261549-2
fax ..: 02241-261549-1
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.org

Der Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org

Pressekontakt:

ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin

fon ..: 02241-261549-2
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.org

Ähnliche Artikel

- Advertisement -spot_img

Bitvavo - EU regulierte KryptoBörse



Neueste Artikel