Mittwoch, September 2, 2026

Studie Digitale Souveränität: Balanceakt zwischen Kontrolle und Abhängigkeit

Studie von Foundry und easy software AG zeigt Prioritäten deutscher Unternehmen hinsichtlich IT-Sicherheit, Daten-Ownership und Vendor-Lock-in

Essen, 02.September 2026 – Digitale Souveränität zählt für Unternehmen und öffentliche Institutionen in der DACH-Region zu den zentralen Zukunftsaufgaben. Eine gemeinsame Studie (https://microsite.easy-software.com/de/studie-zur-digitalen-souveraenitaet?utm_campaign=442244345-%7C%20easy%20%7C%20easy-archive%20%7C%20de%20%7C%20datensouver%C3%A4nit%C3%A4t%20%7C%20product%20%7C&utm_source=presse&utm_content=pressemitteilung) von Foundry (https://foundryco.com/) und easy software AG (https://easy-software.com/de/) zeigt: Mehr als 60 Prozent der befragten IT- und Fachentscheider in der DACH-Region priorisieren digitale Souveränität hoch bis sehr hoch. Bis 2030 dürfte dieser Anteil deutlich steigen. Doch der Weg zu mehr digitaler Souveränität bleibt steinig.

Was bedeutet digitale Souveränität konkret für Unternehmen im DACH-Raum? Die 312 IT- und Fachentscheider aus mittelständischen Unternehmen, Großunternehmen und Konzernen verbinden damit vor allem IT-Sicherheit (51 Prozent), die Kontrolle über die eigenen Daten (43 Prozent) und die Unabhängigkeit von Technologieanbietern (25 Prozent). Das Thema bleibt dafür für viele vielschichtig: Bei der Frage nach dem wichtigsten Bereich nennen 32 Prozent die technische Souveränität, 26 Prozent die operative Souveränität, 23 Prozent die Datensouveränität und 15 Prozent die KI-Souveränität.

„Digitale Souveränität hat viele Facetten. In der Praxis sehen wir, dass es für Unternehmen aber vor allem um eine zentrale Frage geht: Wie sichern sie ihre Handlungsfähigkeit in komplexen und zunehmend vernetzten IT-Landschaften?“, sagt easy CEO Andreas Zipser. „Dabei geht es nicht um Abschottung, sondern darum, Transparenz zu schaffen, Abhängigkeiten bewusst zu steuern und technologische Entscheidungen selbstbestimmt treffen zu können.“

Mangelnde Souveränität wird zum Risiko
Für 45 Prozent der Befragten zählen Cyberangriffe und Sicherheitsrisiken zu den größten Risiken mangelnder digitaler Souveränität. 44 Prozent fürchten den Verlust der Kontrolle über die eigenen Daten. Weitere 39 Prozent sehen Vendor-Lock-ins als wesentliche Herausforderung. Regulatorische und rechtliche Unsicherheiten folgen mit 28 Prozent. Auch eingeschränkte Innovationsfähigkeit, Kostensteigerungen durch Anbieter und Produktivitätsverluste bereiten den Unternehmen Kopfzerbrechen.

Besonders groß sind die Bedenken bei der Nutzung von Nicht-EU-Cloud-Anbietern. 57 Prozent nennen den möglichen unberechtigten Datenzugriff durch ausländische Behörden als besonders relevantes Szenario. Knapp 49 Prozent sorgen sich um eine eingeschränkte oder fehlende Datenportabilität. Gleichzeitig zeigt die Studie klare Grenzen der Wechselbereitschaft: 47 Prozent würden eine souveräne europäische Lösung nur bei Preisparität wählen.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen digitale Souveränität sehr pragmatisch abwägen“, sagt Andreas Zipser. „Mehr Kontrolle und Unabhängigkeit sind wichtig. Gleichzeitig müssen Lösungen funktional, wirtschaftlich und in der Praxis umsetzbar bleiben. Genau darin liegt die eigentliche Herausforderung: die richtige Balance zwischen Kontrolle, Effizienz und Innovationsfähigkeit zu finden.“

Ein Blick in die Zukunft
Für die kommenden zwei bis drei Jahre setzen Unternehmen bei der Stärkung ihrer digitalen Souveränität vor allem auf souveräne Cloud-Lösungen (34 Prozent). Dahinter folgen Investitionen in die eigene IT-Infrastruktur (31 Prozent) und Multicloud-Strategien (30 Prozent). Weitere Schwerpunkte sind der Aufbau eigener Datenplattformen (26 Prozent) und die Einführung einer klaren Datenstrategie (23 Prozent).

Die Umsetzung bleibt jedoch anspruchsvoll. Am stärksten bremst die Komplexität bestehender IT-Systeme den Weg zu mehr Souveränität (38 Prozent). Fast ebenso häufig nennen die Befragten Budgetrestriktionen und hohe Migrationskosten (38 Prozent). Hinzu kommt ein begrenztes Marktangebot: 31 Prozent der Unternehmen sehen zu wenige Anbieter mit einem ausreichenden Technologie-Stack, 25 Prozent vermissen gleichwertige technologische Alternativen.

Mit der Studie schafft die easy software AG eine belastbare Datengrundlage für die Diskussion um digitale Souveränität. Cloud Computing, regulatorische Anforderungen und Künstliche Intelligenz stellen Unternehmen dabei vor neue Fragen rund um Kontrolle, Abhängigkeiten und Datenhoheit. Ziel ist es, Unternehmen und öffentliche Institutionen bei der Einordnung aktueller Entwicklungen sowie bei der Umsetzung tragfähiger Strategien für digitale Souveränität zu unterstützen.

Die vollständige Studie „Digitale Souveränität als strategisches Leitthema“ steht ab sofort hier (https://microsite.easy-software.com/de/studie-zur-digitalen-souveraenitaet?utm_campaign=442244345-%7C%20easy%20%7C%20easy-archive%20%7C%20de%20%7C%20datensouver%C3%A4nit%C3%A4t%20%7C%20product%20%7C&utm_source=presse&utm_content=pressemitteilung) zum Download bereit.

Über easy:
Als Digitalisierungsexperte und führender ECM Software-Hersteller steht easy seit 1990 für rechtssichere, digitale Archivierung und effiziente, automatisierte Geschäftsprozesse. Über 5.400 Kunden in mehr als 60 Ländern und allen Branchen vertrauen auf unser Unternehmen und unser starkes Partnernetzwerk. Unsere Archivierungs-, ECM-, DMS-, P2P- und HCM-Softwarelösungen & Services bilden das digitale Zentrum für datenbasierte Intelligenz und machen Menschen, Unternehmen und Organisationen erfolgreich. easy ist Teil der conrizon AG, der europäischen Holding für marktführende ECM-Marken wie PROXESS, HABEL und Shareflex.www.easy-software.com/de/

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Bildquelle: easy software AG

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