Mit dem Literaturfestival „Dachau liest“ und dem Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte treffen zwei etablierte Veranstaltungsreihen aufeinander
Dachau, Oktober 2026. Literatur, Geschichte und gesellschaftlicher Dialog stehen im Oktober in Dachau im Mittelpunkt. Mit dem Literaturfestival „Dachau liest“ und dem Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte treffen zwei etablierte Veranstaltungsreihen aufeinander, die unterschiedliche Perspektiven eröffnen – von literarischer Unterhaltung und persönlichen Geschichten bis zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und der Erinnerungskultur.
Vom 6. bis 16. Oktober bringt „Dachau liest“ erneut Autorinnen sowie Literaturbegeisterte zusammen. Den Auftakt gestalten Mirjam Zadoff und Lena Gorelik mit einem Abend über das Sprechen und den gesellschaftlichen Dialog. Es folgen unter anderem die Autorin Joana Osman sowie Alena Schröder. Mit der Ladies Crime Night der Mörderischen Schwestern am 15. Oktober und einem „bunten Abend“ mit Dora Heldt am 16. Oktober zeigt das Festival zugleich seine unterhaltsame Seite.
Damit steht „Dachau liest“ für die ganze Bandbreite des literarischen Erzählens: Literatur kann unterhalten, berühren, zum Nachdenken anregen und den Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen verändern. Seit 2014 veranstaltet die Stadtbücherei Dachau das Lesefestival jährlich im Herbst.
Direkt im Anschluss beziehungsweise zeitgleich richtet das Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte am 16. und 17. Oktober den Blick auf einen ganz anderen, aber für Dachau zentralen Themenbereich. Unter dem Titel „Künstlerische Erinnerungszeichen in KZ-Gedenkstätten von 1945 bis heute – Ästhetik, Ikonografien, Funktionen, Kontroversen“ beschäftigt sich das Symposium mit der Geschichte und Bedeutung künstlerisch gestalteter Erinnerungszeichen in ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Geschichtswissenschaft und Gedenkstättenpädagogik beleuchten dabei unter anderem die Entwicklung von Erinnerungszeichen nach 1945, Denkmalsdebatten während des Kalten Krieges sowie aktuelle Fragen des Gedenkens. Auch das Internationale Mahnmal in der KZ-Gedenkstätte Dachau steht auf dem Programm.
Zwei Veranstaltungsreihen, zwei unterschiedliche Zugänge – und doch eine gemeinsame Einladung: sich mit Geschichten auseinanderzusetzen, zuzuhören, Perspektiven kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Während
„Dachau liest“ die Vielfalt der Literatur feiert, schafft das Zeitgeschichtssymposium Raum für eine vertiefte wissenschaftliche Beschäftigung mit Vergangenheit und ihrer Bedeutung für die Gegenwart.
So präsentiert sich Dachau im Oktober als Ort für Literatur, Kunst, Geschichte und gesellschaftlichen Austausch – mit Veranstaltungen, die sowohl unterhalten als auch Denkanstöße geben und unterschiedliche Interessen zusammenbringen.
Tipps für u.a. weitere Veranstaltungen oder Ausstellungen im Oktober in der Stadt Dachau gibt gerne die Tourist-Information in der Altstadt am Karlsberg 1a.
Tagesausflugstipp: Ausflugsziele München Umgebung – Stadt Dachau (https://www.tourismus.dachau.de/ausflugsziele-muenchen-umgebung/)
Kontakt Stadt Dachau: Monika Webersberger, Leitung Abteilung Tourismus, Stadt Dachau; Tel. 08131-75 151 / 152, tourismus@dachau.de, www.tourismus.dachau.de
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