Dienstag, September 15, 2026

Wir funktionieren uns kaputt:

Warum Durchhalten zur gefährlichsten Tugend unserer Zeit geworden ist

Vita L. fordert einen neuen Blick auf Erschöpfung, Leistung und die Frage, warum viele Menschen erst dann auf sich hören, wenn es längst zu viel geworden ist

Der Wecker klingelt und noch bevor der Tag richtig begonnen hat, kreisen die ersten Gedanken schon um Termine, Nachrichten und Aufgaben. Mittags wird schnell etwas gegessen, am Abend wartet die nächste Liste und für Müdigkeit gibt es meist dieselbe Erklärung: Gerade ist eben viel los. Am Wochenende wird es bestimmt ruhiger.

Doch häufig wird es nicht ruhiger.

Für Vita L. zeigt sich darin ein Problem unserer Zeit. Wir haben uns daran gewöhnt, Belastung möglichst lange auszuhalten und Durchhalten mit Stärke zu verwechseln. Wer viel schafft, gilt als belastbar. Wer eine Grenze zieht, hat dagegen schnell das Gefühl, sich dafür rechtfertigen zu müssen.

„Viele Menschen spüren sehr genau, wann etwas nicht mehr gut für sie ist. Trotzdem machen sie weiter, weil sie gelernt haben, dass Aufhören Schwäche bedeutet. „Dabei wäre es oft viel gesünder, früher auf sich selbst zu hören“, sagt Vita L.

Wenn aus einer anstrengenden Phase ein Dauerzustand wird

Erschöpfung beginnt selten mit einem großen Zusammenbruch. Viel häufiger schleicht sie sich langsam in einen Alltag, der nach außen noch völlig normal wirkt. Man schläft schlechter, ist schneller gereizt, zieht sich zurück und redet sich gleichzeitig ein, dass diese Phase bald vorbei sein wird.

Noch diese Woche. Noch dieses Projekt. Danach wird es bestimmt besser.

Genau dieses Denken kann dazu führen, dass sich die eigene Belastungsgrenze immer weiter verschiebt. Was früher zu viel gewesen wäre, wird irgendwann als normal empfunden. Für Vita L. liegt darin eine besondere Gefahr, denn Menschen können sich sogar daran gewöhnen, dauerhaft erschöpft zu sein.

„Das Problem ist nicht, dass wir schwierige Zeiten aushalten können. „Problematisch wird es dann, wenn wir glauben, alles aushalten zu müssen.“

Wenn selbst Erholung unter Leistungsdruck gerät

Der Wunsch nach Optimierung endet längst nicht mehr mit Feierabend. Wir messen Schlaf, zählen Schritte, planen Pausen und versuchen sogar, möglichst effizient zu entspannen. Selbst Erholung bekommt damit plötzlich wieder ein Ziel.

Für Vita L. widerspricht sich das. Wenn eine Pause nur dazu dient, anschließend wieder besser funktionieren zu können, bleibt sie Teil desselben Leistungsdenkens.

Ähnlich sieht sie die ständige Forderung nach mehr Resilienz. Innere Stärke kann Menschen durch schwierige Zeiten tragen. Doch nicht jede Belastung muss besser ausgehalten werden. Manchmal müssen vielmehr die Bedingungen verändert werden, die Menschen dauerhaft überfordern.

Stärke kann auch bedeuten, rechtzeitig aufzuhören

Für Vita L. braucht es deshalb ein anderes Verständnis von Stärke. Nicht nur das Weitermachen verdient Anerkennung, sondern auch die Fähigkeit, eine Grenze wahrzunehmen und ernst zu nehmen.

Das kann bedeuten, einen Termin abzusagen, das Telefon auszuschalten, Nein zu sagen oder sich Unterstützung zu holen, bevor die Überforderung zur völligen Erschöpfung wird.

„Wir sollten Menschen nicht erst dann ernst nehmen, wenn sie zusammenbrechen. „Niemand muss völlig am Ende sein, bevor er etwas verändern darf“, sagt Vita L.

Vielleicht braucht unsere Gesellschaft deshalb nicht immer noch belastbare Menschen. Vielleicht müssen wir viel mehr wieder lernen, früher hinzuhören, auf den Körper, auf die Gedanken und auf dieses leise Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt.

Denn ein gutes Leben lässt sich nicht daran messen, wie viel ein Mensch aushalten kann.

Manchmal liegt die größere Stärke nicht darin, noch länger durchzuhalten, sondern rechtzeitig sagen zu können:

Bis hierhin. Jetzt höre ich auf mich.

Expertenvita – Vita L. (bürgerlich Verena Petermann)
Vita L. steht für Lebensfreude, Bewusstsein und die transformative Kraft des positiven Denkens. Nach mehreren Hirnblutungen in ihrer Kindheit hat sie erfahren, wie stark innere Haltung und Glaube an das Gute das Leben verändern können. Heute begleitet sie als Coach und Speakerin Menschen dabei, Mut, Freude und Sinn neu zu entdecken.
Mit ihrer authentischen Energie ermutigt sie dazu, über Grenzen hinauszuwachsen und eigene Ressourcen zu erkennen – unabhängig von Herkunft, Einschränkung oder Umständen. Ihre Botschaft ist klar: Es gibt immer eine Lösung, und Lebensfreude beginnt dort, wo Angst endet.
Web: https://vita-l-lebensfreude.de/

Kontakt
Vita L. – im Sinne der Lebensfreude
Verena Petermann
Cremon 11
20457 Hamburg
01783379188
https://vita-l-lebensfreude.de/

Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.

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